30.04. // TANZ IN DEN MAI

1 Posted by - 29. April 2019 - EVENTS

Eine ordentliche Portion Aufbruchstimmung, ein gehöriger Anteil Aufruhr. Das Ganze gut aufgeheizt durch die kräftigen Strahlen der Frühlingssonne und vermengt mit jeder Menge Lust an Spaß und Ekstase. Es ist schon eine ganz besondere Gemengelage und eine einzigartige Energiekonzentration die sich Jahr für Jahr bei uns im Westen in der Nacht zum ersten Mai zusammenbraut und auf den Floors entlädt. Um das goldene Kalb tanzen, statt um den heißen Brei zu reden! Ein paar Schritte Anlauf nehmen. Kurz durchatmen und kopfüber hinein in den Wonnemonat. In mai humble opinion ist der Ritt auf dem Blocksberg ist ein freundlicher Ringelreihen gegen diesen Tanz auf dem Vulkan. Mailenstein! Der Tanz in den Mai mit Marek Heman, Lauren Lo Sung, Fabe, Chris Wood & Meat!

Marek Hemmann live
Lauren Lo Sung [lolife | liverpool] Fabe [salty nuts, cocoon.net] Chris Wood & MEAT [freebase] Jermaine Dotson [electric grooves] Sascha Lebemann [hotel digital] Smicky & Michael Bilderberger [dora brilliant] Carsten Schreiber [electric grooves] NIKOLA [hotel digital] DanSen [spielkinder] Milamé [dora brilliant] Nono [aud]

Anfang des Jahrtausends war die Tangente Erfurt-Jena-Gera einer angesagtesten Techno-Hotspots der Republik. Wir erinnern uns gut daran, dass wir mit einer gehörigen Portion Respekt auf die coolen Partys, Off-Spaces, Acts und Produktionen blickten, die aus dieser Region entstanden. Mitten im Zentrum dieses Wirbels befinden sich Institutionen wie das Jenaer Label Freude am Tanzen und Personen wie Marek Hemmann, die einen Sound entwickelten, der den gesamten deutschen Clubkosmos beeinflußte. Zu dieser Zeit wirkte Marek gemeinsam mit Mathias Kaden als kongeniales DJ- und Produzentenduo Hemmann & Kaden und prägte den Stil des Labels nachhaltig. In der Zwischenzeit haben sich über die Jahre alle Beteiligten auf Solopfaden emanzipiert und eigenständige Karrieren und musikalische Handschriften entwickelt. Marek, der schon immer einen starken Fokus auf Produktion gelegt hatte, ist dabei zu einem der profiliertesten Live-Acts aufgestiegen. Dabei dokumentieren seine drei Long-Player »In Between«, »Bittersweet« und »Moments« die große Bandbreite seines Schaffens sowie die vielen Facetten, die zum kühlen Minimalismus der Anfangsjahre hinzu gekommen sind.

Lauren Lo Sung hat im vergangenen Jahr ihre Tanz-in-den-Mai-Feuertaufe mit Bravour bestanden. Sie hat uns nicht nur mit ihrem Charme und ihrer Energie, sondern mit ihrem erfrischendem Sound begeistert. Jede Menge Breaks und Volten und für eine Vertreterin von der Insel, eine überraschend großzügige Prise »french touch«. Ihren hervorragenden Ruf im UK-Underground hat sie sich vor allem durch ihre Partyreihe Lolife verdient. Diese wandert seit 2009 durch verschiedene Venues innerhalb des magischen Dreiecks Manchester, Liverpool und London und präsentiert immer wieder spannende Acts. Lauren ist Mitbetreiberin des Label E1even Records und macht in den vergangenen Jahren auch durch ihre Produktionen auf sich aufmerksam. Die Biographie von Fabe stellt die übliche Zentrum-Peripherie-Logik, die sonst in der Elektronikmusiksphäre vorherrscht, auf den Kopf. Geboren in Berlin wuchs er in Mannheim auf und erntete seine Lorbeeren in der Elektronikszene der Quadratestadt, die wir für ihre Qualität und Vitalität sehr schätzen. Aufgrund der räumlichen Nähe hat es immer schon einen regen Austausch zwischen den Szenen in Rhein-Main und Rhein-Nekar gegeben und auch Fabians Diskografie, mit zwei Veröffentlichungen auf Einzelkinds Impint La Peña, legt davon Zeugnis ab. Seit zwei Jahren ist er Teil des Cocoon-Rosters. Mit Salty Nuts hat Fabe ein eigenes Label am Start. Erst kürzlich ist ihm mit sein Full-Lengh-Debüt darauf ein richtig großer Wurf gelungen. In der DNA seiner hervorragend produzierten »Water Tower« LP hört man das Erbe von geschmakvollen Chicago-Warehouse-Einflüssen heraus. Und es würde uns sehr überraschen, wenn der Titel keine Anspielung auf den »Monnemer« Wasserturm, das berühmte Wahrzeichen der Stadt und gleichzeitig eine Hommage an seine Hometown wäre.

30.04.19 // Tanzhaus West, Frankfurt

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